Mittwoch, 25. März 2020

🏡 Lebensmittel und Fernunterricht - Tag 10

Plötzlich wurde bei uns das Thema Essen und Nahrungsmittel wichtiger, denn es werden viel mehr Mahlzeiten pro Woche zu Hause eingenommen. Zudem verbringen wir die meiste Zeit in der Wohnung und somit wird für das Wochenende gerne auch ein feiner Cake gebacken und genossen.

Begrüssung heute frühmorgens, sie nisten bei uns im Storenkasten.

Begrüssung von Meise am frühen Morgen



Einkauf

Vor der Öffnungszeit stand ich im Einkaufsladen und kaufte zügig gemäss meinen Listen ein. Mit dem Tröpfchensystem wurde sichergestellt, dass nicht mehr als eine Person pro 10 m2 im Geschäft war. Das war aber sehr eng berechnet, denn überall wo Gestelle, Regale, Paletten und Osterdekorationen stehen, kann man nicht laufen. Auf jeden Fall war ich sehr froh, dass ich alles fand und schnell wieder draussen war. Übernächste Woche wird dann meine Onlinebestellung ins Haus geliefert.

Mit dabei hatte ich auch eine Einkaufstasche für meine Stellen-Vor-Vorgängerin, damit sie nicht aus dem Haus musste. Ihre Produkte waren schwierig zu finden, einfach, weil ich diese Artikel noch nie gekauft habe. Sie erzählte mir, dass sie in Zukunft den Hauslieferdienst des Dorfladens in Anspruch nehmen wird. Heute kaufte ich ihr auch die gewünschten Rätselhefe und ab nächster Woche werde ich ihr Rätsel ausdrucken und zusenden.

Auch meinen lieben Eltern habe ich eindringlich geraten, dass sie nicht aus dem Haus gehen sollen. Es ist jetzt besonders wichtig, dass sie zu Hause bleiben. Für die Einkäufe haben sich bereits nette Leute gemeldet.

Menüplan

Anstatt mehrmals wenig einzukaufen, erledige ich nun Wocheneinkäufe mit Menüplan und Listen. Falls du auch Interesse an wöchentlichen Menüplänen hast, hier hat es jeweils sieben Menüvorschläge:

Primeln in der Böschung

Fernunterricht

Als ich zurück nach Hause kam, hatten die Teenager soeben Pause, also nahmen wir zusammen Znüni (Zwischenmahlzeit um 9 Uhr) ein. Normalerweise hätten sie einen Weg über Gänge und durch das grosse Mitteltreppenhaus ganz nach unten in die Mensa, heute war der Weg einfach vom Arbeitsplatz, zum Küchenschrank und zum Esstisch.

Der Sohn triumphierte seit dem Frühstück, dass er heute nur vormittags Unterricht habe, sehr zum Leidwesen seiner Schwester, die nachmittags ebenfalls drei Lektionen anwesend sein musste. - Sie hatte ihn gestern aufgezogen, weil er nachmittags Fernunterricht hatte und sie SOL-Arbeit (SOL = Selbstorganisiertes Lernen). Das können sie also beide.

Gemäss Elternbrief der Schule finden Freifächer momentan nicht statt, so hat die Tochter heute fast ihr heiss geliebtes Freifach (Kunst- und Architekturgeschichte) verpasst. Zum Glück hat ihre Freundin sie angerufen und darauf hingewiesen, dass sie online gehen sollte. Sie mag das Fach und die Lehrerin sehr. Im Mai wäre sie zusammen mit den Schülern nach Paris gereist. Sie hat ein ganz tolles Programm ausgetüftelt, so schade.

Die Lektionen starten meistens auf der Plattform Teams und hier ist es wichtig, seine Anwesenheit mit einem „Like❤“ zu bestätigen. Die Lehrkraft lädt dann Dateien zum Bearbeiten hoch, oder sie arbeiten im Chat (nur Ton oder manchmal auch Video), wobei hier die Möglichkeit besteht, die Jugendlichen stumm zu schalten, damit nicht dazwischen gesprochen und gehustet wird. Ich finde die Lehrkräfte machen das mit einer grossen Geduld. Einige benutzten diese Plattformen bis anhin nicht und sie mussten sich einarbeiten und umgewöhnen. Das gelingt nicht allen gleich gut und wird von den Schülern direkt für Streiche ausgenutzt. Z. B. Die Schüler melden sich: „Wir sehen Ihren Bildschirm nicht.“ (Die Schüler sehen aber den Bildschirm des Lehrers.) Der Lehrer überlegt: „Hmmm“ - „Sie müssen die Windowstaste und L drücken“, rieten einige Schüler. Das war natürlich eine Falle, denn der Bildschirm des Lehrers wurde schwarz.

Im Fach Deutsch beim Thema Sprichwörter und Redensarten galt es zuerst die Bedeutung der Sprichwörter aufzuschreiben und danach zeichnete jeder Schüler ein Sprichwort oder eine Redensart, fotografierte sie in den Chat und die anderen mussten raten. Das bereitete grosse Freude und wurde zu einem richtigen Wettrennen, wer zuerst richtig antwortet.

Ding dong, ding dong

wer steht dort vor der Tür? - Vielleicht ist es der Postillion und bringt Millionen mir.
Nein, Millionen hat er mir nicht gebracht, aber die Druckerpatronen, die ich mit dem neuen Drucker bestellt habe. Nur halbcool, so warten wir ab, können es nicht beeinflussen.

Mittagessen

Wir genossen weissen Reis mit Champignons an Rahmsauce mit getrockneten Kräutern aus dem Garten. Die langen Mittagspausen sind eine Wohltat und tun sehr gut.

Dankbarkeit

Beim Einkaufen ist es für mich gar nicht so einfach, die Leute die man kennt, einfach nur zu grüssen und nicht stehenzubleiben zum Plaudern. Oft ist es so, dass man sich später gegenseitig anruft, um Neuigkeiten auszutauschen.

Im grossen und ganzen geht es uns sehr gut. Das Wetter ist ein Traum für März, wir haben genügend zu Essen und zu Trinken und zwar nicht einfach genügend, sondern auch viele Wunschartikel, die für gute Laune sorgen. In den Läden ist alles, fast alles in der ganzen Sortimentsbreite erhältlich. Immer noch die Qual der Wahl, ausser bei Toilettenpapier und Sterilium.

Ebenfalls fühle ich mich in der Wohnung wohl und wenn es warm und sonnig ist, haben wir mit dem Genussbalkon und dem kleinen Balkon fast ein Zimmer mehr.

Liebe Grüessli
Eda💚


Zum Pinnen:

(Primeln in der Böschung)

Pin Primeln in der Böschung



Kommentare:

  1. Sterilium und Handschuhe bekommt man bei uns auch nicht mehr. Nicht mal so Putzhandschuhe, ich habe noch so Tücher bekommen, die hüte ich aber ich wasche meine Hände und das muß jetzt einfach reichen.
    Ja, die Leute kochen wieder mehr zu Hause, das stimmt, das merke ich hier auch, wenn gekocht wird.
    Hamstern, da muß ich jetzt aber auch ein Fragezeichen setzen.
    Wenn man jeden Tag kocht und 3 Mahlzeiten einnimmt, da liegt dann schon was im Einkaufswagen, das bedenken leider die meisten nicht und wenn man dann noch ein wenig Vorrat mitnimmt, dann sieht das aus wie Hamstern. Manche Kinder brauchen das Essen auch einfach, ich habe nur die Befürchtung, dass am Ende durch die wenige Bewegung und das viele Essen, die Menschen noch dicker werden.
    Heute habe ich unterwegs wieder so eine Verschwörungstheorie gehört, es wird immer schlimmer, man darf das gar nicht zuhören.
    Dei Post wird auch nicht mehr so befördert, weil sie keine Fahrer haben,
    irgendwie geht alles den Bach hinunter habe ich das Gefühl.
    Ich hoffe, ich täusche mich.
    Ich wünsche dir und deiner Familie alles gut und bleib gesund.
    Liebe Grüße Eva

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  2. Ja, auch hier wird jetzt mehr gekocht liebe Eda.
    Aber ich esse dann abends nichts mehr, damit ich durch die wenige Bewegung nach der ganzen Sache nicht eine Kleidergröße mehr habe, grins.
    Jedenfalls muss ich mir jetzt jeden Tag ein neues Essen für uns überlegen.
    Wenn man bei Dir liest, dann hört sich das doch alles ganz gut durchorganisiert an, macht weiter so.
    Ganz lieben Gruß
    Nicole

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  3. Hallo liebe Eda,
    einen wöchentlichen Menüplan gibt es bei mir auch. So recht jetzt ein einziger Einkauf in der Woche.
    Ihr habt euch wunderbar organisiert. Respekt
    Bleibt gesund!!
    Liebe Grüße
    Tina

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  4. Du weißt ja, ich mag deine Tagesberichte sehr. Toll finde ich, was sich die Lehrer deiner Kinder bemühen ( hab heute ganz andere Beispiele aus Bayern erfahren, da greift dann die Oma per Internet ein, damit das Kind klar kommt ).- Zum Einkaufen kann ich nichts sagen, da ich ja nicht rausgehe. Ich koche ohnehin nur einmal täglich, nur mein mittäglicher Jogurt fehlt mir sehr ( der Herr K. bekommt immer was Warmes vom Vortag oder Aufgetautes ). Ich hoffe, dass dann morgen einiges von meinem Einkaufsplan vorrätig ist, vor allem frisches Obst und Gemüse fehlt. Die Lieferservices sie sind bis Ende des Monats ausgebucht. Ein Glück, dass mein Bofrostmann mitdenkt und mich als Kundin schätzt und einfach so vorbeigekommen ist. Ich will ja nicht, dass die mühselig in zweieinhalb Jahren errungenen 5kg beim Herrn K. wieder verloren gehen. Das ist meine größte Sorge ( neben einer Infektion ). Das sagt sich so locker daher, wie dieser Amerikanische Vizegouverneur: Die Älteren sollten gut auf sich aufpassen, aber es gebe Schlimmeres, als zu sterben. Na bravo! So viel Menschenverachtung wird dort in ein Amt gewählt.
    Ich wünsche euch morgen wieder einen produktiven Tag!
    Gute Nacht!
    Astrid

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