Samstag, 21. MĂ€rz 2020

🏡 Das Virus im Dorf... - Tag 6

Heute erfuhr ich zuerst durch das Buschtelefon und abends noch mit einer Briefkopie von der Schule (Kopie deshalb, weil meine Teenager nicht mehr die Dorfschule besuchen; der Brief wurde mir von einer Freundin weitergeleitet), dass bei uns im Dorf (1’200 Einwohner) ein Familienvater positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Familie verbrachte Ende Februar eine Woche Winterferien in Norditalien, wo er sich vermutlich angesteckt hatte.

Violett blĂŒhende Primeln

Fortsetzung

Wir kennen die Familie, denn unsere Tochter hĂŒtet unregelmĂ€ssig ihre drei Kinder; zum GlĂŒck nicht in den letzten Wochen. Ich empfinde die Situation im Dorf belastend, einfach wegen der Unsicherheit und Ungewissheit.

Hier werden nur noch bei Risikopatienten Corona-Tests durchgefĂŒhrt, leider. So haben wir Dorfbewohner, die Husten und nach Luft japsen, keinen Test erhalten und somit nicht wissen, ob sie an Covid-19 erkrankten oder nicht.

Pink blĂŒhende Hyazinthe


Fernunterricht

Gestern Abend spĂ€t erhielten wir per E-Mail einen acht! seitigen Brief der Schule. Sie haben sich die letzte Woche wirklich dahinter gesetzt und einen Fernunterricht aufgegleist. Am Montag geht es los! - Ich werde wohl noch einen WLAN-Drucker bestellen mĂŒssen, weil doch einiges ausgedruckt werden muss. Was soll‘s; ich habe es mir angewöhnt, mich nicht ĂŒber Dinge aufzuregen, die ich nicht Ă€ndern kann. Die Schule ist nicht so papierlos wie wir zu Hause das sind.

BlĂŒhende Traubenhyazinthen

Zu Hause

Wir verbrachten den Tag mehrheitlich in der Wohnung und die Kinder machten auch viel anderes, als gamen, was mich sehr freute. Mit meinen Eltern fĂŒhrten wir einen freudigen Videoanruf und es war schön, mal wieder beide zu sehen und sie sahen uns vier.

Gelb blĂŒhende Primeln

Staudengarten

Und tĂ€glich grĂŒsst der Staudengarten: Die Bilder im heutigen Post sind aus meinem Staudengarten. Er liegt direkt neben unserer Wohnung, weshalb ich momentan tĂ€glich dort vorbei gehe. Noch nie habe ich die Stauden so bewusst wachsen sehen. - Den Naturgarten, der im Bezirkshauptort liegt, besuche ich momentan nicht. Ich nehme mal an, dass dort die Narzissen blĂŒhen und wahrscheinlich bald die Tulpen.

Vergissmeinnicht

Jetzt gehe ich frĂŒh zu Bett, denn ich bin sehr mĂŒde. Die Situation im Dorf belastet die Kinder und mich mehr als ich erwartete.

Trage dir Sorge und bleibe gesund.

Liebe GrĂŒessli
Eda💚

Zum Pinnen:

Heutiger Sonnenaufgang hinter der Rigi:


Pin Aussicht vom Genussbalkon





6 Kommentare:

  1. Ach Mensch, Eda, das verstehe ich gut! Das ist doch nĂ€her, als wenn ich in unserer Zeitung lese, dass in unserer Millionenstadt fast 800 Menschen infiziert sind. Das ist einfach noch weit weg ( bildet man sich wenigstens ein. So wie hier bei uns eine Karnevalsfeier in einem kleinen Ort die Infektionen in die Höhe getrieben hat, scheint es bei euch oder bei der Tochter in M. der Skiurlaub in Tirol in der Nachkarnevalswoche gewesen zu sein...Videoanrufe bzw. Skype habe ich in dieser Woche auch kennengelernt.mit dĂŒsen Medien rĂŒckt die Familie nĂ€her aneinander als zuletzt.
    Ich hoffe, die Sache geht bei euch glimpflich ab!
    Alles Gute!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  2. Guten Morgen Eda,
    ich kann deine GefĂŒhle gut verstehen. Plötzlich ist der Virus noch nĂ€her. Unsere Nachbarin hat sich auch infiziert und ist jetzt mit ihrem Sohn in QuarantĂ€ne. Nach dem ersten Schock, haben wir angeboten, zu helfen und werden die EinkĂ€ufe fĂŒr die Zwei machen und vor die HaustĂŒre stellen. Diese Hilfe wird nun dringend gebraucht.
    Ich wĂŒnsche dir einen wunderschönen Sonntag und bleibt gesund.
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Tina

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Eda,

    ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Dich diese Situation sehr belastet und drĂŒcke Euch die Daumen, dass alles gut ausgeht. Auch fĂŒr Deine Kinder ist es eine schwere Zeit, aber sie werde es schaffen, da bin ich mir sicher.

    Mein Mann wird ab morgen seinen Kurs von zuhause geben, das Trainingscenter musste geschlossen werden, wir sind dabei alles einzurichten. Mit meinen Eltern habe ich gestern telefoniert, mein Mutti ist seit letzten Dezember schwer erkrankt und ich mache mir viele Sorgen.

    Trotz alledem muss man versuchen, sich an kleinen Dingen zu erfreuen, wie gut, dass wir die Natur haben. Die BlĂŒten aus Deinem Staudengarten sind wunderschön.

    Alles erdenklich Liebe und Gute fĂŒr Dich und Deine Lieben wĂŒnscht Dir Anke.

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Eda,
    wie schnell sich alles Ă€ndern kann, berichtest du uns, es ist sehr belastend, das glaube ich dir gerne. Jeder wĂŒnscht sich möglichst gut aus der ganzen Situation heraus zu kommen und das Verhalten der Allgemeinheit hat sich, meiner Beobachtung nach, total umgestellt, man sieht sich wieder als GegenĂŒber und zeigt GefĂŒhle. In den SupermĂ€rkten hĂ€lt man vornehme Distanz. Eben rief eine unserer Nachbarinnen an und fragte, ob wir mit dem Einkauf klar kĂ€men, sie wĂŒrde uns sonst helfen, das finde ich super, unsere Nachbarschaft funktioniert prima, wir sind Risikogruppe. Aber bei allem sollte man nicht die Schönheit des FrĂŒhlings vergessen, du machst es richtig, indem du uns deinen FrĂŒhling zeigst, eine bunte Vielfalt. Auch diese Zeit geht rum, gemeinsam werden wir es schaffen.
    Einen schönen Sonntag, bei uns scheint die Sonne,
    liebe GrĂŒĂŸe
    Edith

    AntwortenLöschen
  5. Komisch, wo ist denn mein Kommentar geblieben?
    Aber egal.

    Schön sind deine Blumen und an dem FrĂŒhling kann man sich freuen.
    Es ist natĂŒrlich sehr belastend, wenn sowas passiert.
    Hier in Ludwigsburg sind es inzwischen ca. 200 Infizierte.
    Was ich bei den Statistiken immer etwas verwirrend finde, dass die Toten alles als an am Virus gestorbene gefĂŒhrt werden und nicht extra.

    Ich versuche so zu leben, wie ich es immer mache, fĂŒhle mich auch nicht einsam und alleine.
    Vorher hat jemand auf dem Balkon gesungen und ich habe mit gesungen,
    La donna e mobile aus Rigoletto ist das nicht toll.

    Jetzt singt er schon wieder.
    :-))

    Ach finde das toll und man soll ja auch lachen in dieser Zeit.

    Ich kann vieles nicht Àndern und deshalb nehme ich es jetzt, wie es kommt. Kismet.

    Habs fein und liebe GrĂŒĂŸe Eva

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Eda,
    ich drĂŒcke die Daumen, dass Ihr gut davon kommt.
    Im Moment möchte man gar keine Nachrichten hören, es ist einfach nur schlimm.
    Daher finde ich es ganz wichtig, dass Ihr Euch Euren Alltag und die Freude darin bewahrt.
    Dir trotz allem einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

    AntwortenLöschen

Webhoster:
Dieses Edgarten - Gartenblog erstellten wir mit Blogspot, welches ein Googleprodukt ist. Das Blog wird von Google gehostet und es gelten die Google DatenschutzerklÀrung und die Google Nutzungsbedingungen.

Kommentarfunktion:
FĂŒr die Kommentarfunktion dieses Blogs werden nebst dem Kommentar auch Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars, deine E-Mail-Adresse und dein gewĂ€hlter Nutzername, sofern nicht anonym kommentiert wird, gespeichert.

Speicherung der IP-Adresse:
Die IP-Adresse, welche ebenfalls im Zuge eines Kommentars erhoben wird, wird direkt von Google erfasst und gespeichert. Auf diese haben wir als Seitenbetreiber keinen Einfluss.

Löschen von Kommentaren:
Du kannst deinen eigenen Kommentar jederzeit selber wieder löschen oder durch uns entfernen lassen.

Abonnieren von Kommentaren:
Nutzer mit einem Google-Account können die Folgekommentare per E-Mail abonnieren. Über einen Link in den Info-Mails, kannst du ein solches Abo jederzeit abbestellen.

Generelles:
Mit der Nutzung dieses Kommentarformulars bestÀtigst du, dass du mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden bist.

Mit einem Klick auf den Button «Veröffentlichen» bestĂ€tigst du, dass dir die DatenschutzerklĂ€rung unserer Website bekannt ist und dass du dieser zustimmst.

Dank:
Vielen herzlichen Dank, dass du dir Zeit zum Lesen genommen hast und besten Dank fĂŒr deinen gefreuten Kommentar!
Eda💚