
Sonntag, 5. Juli 2026
Der Sonntag begann damit, dass ich auf dem Genussbalkon die letzten Johannisbeeren erntete, die vier Trauben in Säcke einpackte (damit die Amseln und Spatzen mir diese nicht anpicken), die Zeitung auf dem Tablet las und das Sudoku löste. Später kochte ich zum Mittagessen: gebratene Zucchini, Schweinsfilet mit Salbei (aus dem Garten) und Wildreis. Dazu genossen wir ein Glas Bowle mit ein paar Himbeeren und feinem Sirup.
Jetzt kommen wir zum Highlight des Tages, denn wir haben einen Ausflug in den Park der Villa Senar geplant.
Villa Senar, ein Blick ins Paradies
Der Name Senar ist ein Akronym, bestehend aus den Namen des Ehepaars Sergej und Natalja Rachmaninoff. Sergej Rachmaninoff war einer der grössten Komponisten, Dirigenten und Pianisten des 20. Jahrhunderts. Er liess seine Villa im Stil des Neuen Bauens direkt am Vierwaldstättersee erstellen und bewohnte sie als Sommerresidenz von 1933 bis 1939. Danach wanderte die Familie in die USA aus.



Geschichte
Lange war die Zukunft der Villa Senar ungewiss und die Anlage fristete ein Schattendasein. Seit April 2022 gehört die denkmalgeschützte Liegenschaft dem Kanton Luzern. Im Kaufpreis von 15 Millionen sind der Erwerb der Liegenschaft, die Sanierung und der Unterhalt für zehn Jahre enthalten. Mit dem Kauf löste der Kanton Luzern die schwierige Erbschaftssituation und ermöglichte die Teilung der Erbschaft. Die vier Urenkel von Sergej Rachmaninoff erhielten je zwei Millionen.
Die Villa Senar steht auf der Halbinsel Hertenstein, das ist so quer über den See von uns aus. Vom Genussbalkon aus sehe ich die Villa nicht direkt, weil sie von Parkbäumen verdeckt ist, aber ich sehe das dazugehörende Bootshaus. Schon länger wollte ich die öffentlich zugänglich Parkanlage besuchen und heute war es soweit.


Die Parkanlage
Die gesamte Parkanlage mit altem Baumbestand hat eine Gesamtfläche von knapp zwei Hektar. Die Uferlänge beträgt 180 Meter. Baden ist dort verboten, zum Glück, denn sonst wäre dieser Uferabschnitt wahrscheinlich überlaufen mit Badegästen. So waren wir ziemlich alleine im Park.
Schon beim Betreten des Parks war klar, dass das kein gewöhnlicher Garten war. Alles wirkte durchdacht und die alten Bäume spendeten viel Schatten. Die Wege mit teilweise formfreien Granitplatten führten durch die Anlage und immer wieder gab es kleine Blicke auf den Vierwaldstättersee. Ein schmaler Weg führte über Treppenstufen bis an den See hinunter und dort konnte ich den Hausberg von Luzern, den Pilatus erblicken.






Die gesamte Parkanlage mit altem Baumbestand hat eine Gesamtfläche von knapp zwei Hektar. Die Uferlänge beträgt 180 Meter. Baden ist dort verboten, zum Glück, denn sonst wäre dieser Uferabschnitt wahrscheinlich überlaufen mit Badegästen. So waren wir ziemlich alleine im Park.
Schon beim Betreten des Parks war klar, dass das kein gewöhnlicher Garten war. Alles wirkte durchdacht und die alten Bäume spendeten viel Schatten. Die Wege mit teilweise formfreien Granitplatten führten durch die Anlage und immer wieder gab es kleine Blicke auf den Vierwaldstättersee. Ein schmaler Weg führte über Treppenstufen bis an den See hinunter und dort konnte ich den Hausberg von Luzern, den Pilatus erblicken.






Kleine Führung
Auf der Terrasse der ockergelben Villa Senar konnte man Kuchen und Kaffee geniessen. Da bemerkte ich eine kleine Gruppe von Menschen. Eine Führung! Bei der Servicemitarbeiterin fragte ich kurz nach, ob es eine geschlossene Führung sei. Zu meiner Freude durfte ich mich anschliessen und konnte die Villa betreten.
So wurde aus dem Spaziergang durch den Park plötzlich mehr. Die Führung öffnete eine ganz neue Perspektive auf die Villa und ihre Geschichte. Ich lauschte gebannt und versuchte, mir das eine oder andere zu merken.
Besonders beeindruckte mich der originale Steinway-Flügel von Sergej Rachmaninoff der spielbereit im Studio steht. Das Studio ist das Herzstück der Villa und war Rachmaninoffs Rückzugsort. Hier komponierte er die weltberühmte Musik. Dank den grossen Fenstern, waren die Räume alle sehr hell und ich konnte mir gut vorstellen, wie hier gelebt und geschaffen wurde.
Die Serge Rachmaninoff Foundation macht die Villa durch öffentliche Konzerte, Führungen und Veranstaltungen für ein breites Publikum zugänglich.



Fazit
So wurde aus dem Parkbesuch ein kleines, besonderes Erlebnis. Ich habe mich sehr gefreut, genau im richtigen Moment dort gewesen zu sein und einfach gefragt zu haben. Für mich war dieser Ort ideal zum Auftanken. Ich mag diese Mischung aus etwas entdecken, Neues dazulernen, fotografieren und euch daran teilhaben lassen.
Guten Wochenstart
Um dem WMDEDGT gerecht zu werden hier noch unser Abendprogramm. Zuerst werde ich auf dem Genussbalkon diesen Post schreiben und die Fotos einfügen. Zum Nachtessen habe ich pochierte Eier mit Currysauce (Currypflanze wächst auf dem Balkon) und den Resten der Zucchetti vorgesehen. Später werden wir den Fussballmatch ansehen, wobei mein Ehemann den Norwegern die Daumen drückt und ich für die Seleção bin.
Ich wünsche euch Morgen einen guten Start in die neue Woche.
Liebe Grüessli
Edith💚
Auf der Terrasse der ockergelben Villa Senar konnte man Kuchen und Kaffee geniessen. Da bemerkte ich eine kleine Gruppe von Menschen. Eine Führung! Bei der Servicemitarbeiterin fragte ich kurz nach, ob es eine geschlossene Führung sei. Zu meiner Freude durfte ich mich anschliessen und konnte die Villa betreten.
So wurde aus dem Spaziergang durch den Park plötzlich mehr. Die Führung öffnete eine ganz neue Perspektive auf die Villa und ihre Geschichte. Ich lauschte gebannt und versuchte, mir das eine oder andere zu merken.
Besonders beeindruckte mich der originale Steinway-Flügel von Sergej Rachmaninoff der spielbereit im Studio steht. Das Studio ist das Herzstück der Villa und war Rachmaninoffs Rückzugsort. Hier komponierte er die weltberühmte Musik. Dank den grossen Fenstern, waren die Räume alle sehr hell und ich konnte mir gut vorstellen, wie hier gelebt und geschaffen wurde.
Die Serge Rachmaninoff Foundation macht die Villa durch öffentliche Konzerte, Führungen und Veranstaltungen für ein breites Publikum zugänglich.



Fazit
So wurde aus dem Parkbesuch ein kleines, besonderes Erlebnis. Ich habe mich sehr gefreut, genau im richtigen Moment dort gewesen zu sein und einfach gefragt zu haben. Für mich war dieser Ort ideal zum Auftanken. Ich mag diese Mischung aus etwas entdecken, Neues dazulernen, fotografieren und euch daran teilhaben lassen.
Guten Wochenstart
Um dem WMDEDGT gerecht zu werden hier noch unser Abendprogramm. Zuerst werde ich auf dem Genussbalkon diesen Post schreiben und die Fotos einfügen. Zum Nachtessen habe ich pochierte Eier mit Currysauce (Currypflanze wächst auf dem Balkon) und den Resten der Zucchetti vorgesehen. Später werden wir den Fussballmatch ansehen, wobei mein Ehemann den Norwegern die Daumen drückt und ich für die Seleção bin.
Ich wünsche euch Morgen einen guten Start in die neue Woche.
Liebe Grüessli
Edith💚
Das ist ja ein interessantes Anwesen. Für mich vor allem, weil es mal wieder widerlegt, dass die Vertreter des Neuen Bauens nur Weiß als Gestaltungsmerkmal akzeptiert hätten. Und dieses Haus ist sonnengelb mit grünen Rollläden und sogar etwas plüschig eingerichtet! Freut mich, dass du es gezeigt hast!
AntwortenLöschenGute Nacht!
Astrid
Liebe Astrid, bei der Sanierung der Villa durch den Kanton Luzern und die Denkmalpflege wurde auf die originalgetreue Restaurierung des Neuen Bauens der 1930er-Jahre geachtet. Von 2022 bis 2023 wurde die Gebäudehülle wieder hergestellt. Die Denkmalpflege untersuchte und trug mehrere Farbschichten ab, um den ursprünglichen Farbton (ocker) feststellen zu können. LG Edith
LöschenSolche Besuche sind mit Kompetenter Führung sehr bereichernd und öffnen so viel Neues. Da hat der Kanton einen wunderbaren Flecken gerettet und hoffentlich bleibt es auch so.
AntwortenLöschenL G Pia
Liebe Pia, es ist wirklich ein wunderbarer Flecken und ich habe mich dort so wohlgefühlt. LG Edith
LöschenDie Räume sehen aus, als ob die Bewohner gerade mal hinaus in den prächtigen Park gegangen wären. Alles noch wunderbar bewohnt und dekoriert.
AntwortenLöschenDas war bestimmt eine interessante Ausstellung.
Hier gibt es jetzt auch Abendbrot, lieben Gruß
Nicole
Liebe Nicole, genau das ist war das Gefühl, als ob die Bewohner jederzeit zurückkommen könnten. LG Edith
LöschenSchön liebe Edith, das du neben dem Parkbesuch auch die Villa von innen sehen konntest. Die Innenräume sehen einladend aus, so als wären die "Besitzer" gerade im Haus unterwegs. Aber auch der Park, wirkt so einladend und der Blick auf den Vierwaldstädter See ist einmalig. Einen schönen Abend und liebe Grüße moni
AntwortenLöschenLiebe Moni, mein Gefühl hast du sehr gut beschrieben, als ob die Bewohner gleich auftauchen. LG Edith
LöschenWie schön, dieses zauberhafte Fleckchen Erde virtuell kennenlernen zu dürfen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
Liebe Ingrid, ich freue mich auch sehr, diese Park und die Villa endlich besichtigen zu können. LG Edith
LöschenLiebe Edith, was für ein schöner Ausflug! Allein die Lage der Villa Senar am Vierwaldstättersee ist traumhaft. Dass Du dann auch noch ganz spontan an der Führung teilnehmen konntest, war ein echter Glücksfall. Solche Momente machen einen Ausflug oft unvergesslich. Vielen Dank, dass Du uns mitgenommen hast. Herzlichst, Nicole
AntwortenLöschenLiebe Nicole, der Park war schon wunderschön und der Besuch der Villa das Tüpfelchen auf dem i. LG Edith
LöschenEine interessante Ausstellung stellst du vor, liebe Edith....danke dir fürs Mitnehmen.
AntwortenLöschenEinen lieben Gruß von Marita
Liebe Marita, danke für deinen Besuch. Ich mag solche Ausflüge sehr und lG Edith
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