Mittwoch, 21. Juni 2017

🐝 Die Bienen freuen sich über die strahlend blauen Blüten

Anfangs Mai 2017 konnte ich die Setzlinge nicht mehr auseinanderhalten. Alle Keimlinge sahen so ähnlich aus, ob ich jetzt Borretsch oder Gurken vor mir hatte, war unmöglich zu bestimmen.

Jetzt, sechs Wochen nach Erstellung dieses Posts, konnte ich es im Gemüsegarten gut erkennen: Es war Borretsch, auch Gurkenkraut genannt. Den Borretsch pflanze ich jeweils neben den Gurken, weil seine strahlenden, blauen Blüten die Bienen anziehen und diese meine Gurkenblüten bestäuben. Der Borretsch zieht äusserst viele Bienen und Hummeln an und es ist ein schönes Summkonzert. 

Gurkenkraut oder Borretsch Blüten und Bienen




Borretsch

Der Borretsch ist anspruchslos, unkompliziert und wird bis zu 80 cm hoch. Diese einjährige Pflanze blüht von Mai bis September. Die hübschen Blüten strahlen in einem leuchtenden blau, fast violett und sie gefallen mir sehr gut. Ich benutze die wunderschönen Blüten gerne als essbare Dekoration bei Salat, Suppe oder Desserts.

Man könnte ebenfalls die Blätter essen, je jünger der Borretsch, desto kleiner und zarter seine Blättchen. Später werden die Blätter gross, rau und behaart. Früher verwendete man Borretsch vor allem zum Einlegen von Gurken.

Heute wird jedoch vor allzu häufiger Verwendung gewarnt. Das Gewürz enthält kleine Mengen verschiedener Stoffe, die als giftig gelten und eine toxische Wirkung auf die Leber haben. Dies aber nur bei übermässigem Verzehr. Daher solltest du es mit der Verwendung von Borretsch nicht übertreiben. Ein gelegentlicher Genuss gilt hingegen als unbedenklich.





Borretschöl

Echtes Borretschöl selbst zu machen ist kaum möglich. Es wird aus den Samen der Borretschpflanze kalt gepresst. Eine einfache Alternative ist: Aus frischen Blättern, Knospen und vor allem Blüten der Borretschpflanze einen Ölauszug herzustellen.






Vorgehen

  • 2 Handvoll Blüten, Knospen und Blätter der Borretschpflanze ernten.
  • Kräuter nicht waschen, nur ausschütteln.
  • Die Kräuter in eine verschliessbare Flasche geben.
  • Mit einem kalt gepressten Öl auffüllen.
    Ich nehme Rapsöl, weil Raps bei uns in der Region wächst und neutral schmeckt.
  • Einige Wochen durchziehen lassen.
Verwendung:
Zum Einreiben von rissigen Händen und Füssen. Genau, dafür brauche ich es! Wegen des vielen Barfusslaufens im Gemüsegarten und auf dem Genussbalkon.


Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Eda💚