
Rückkehr
Gestern Abend fand auf dem Grundstück, auf dem mein Naturgarten lag, ein Anlass statt. Im Gespräch kamen wir auf die Gärten zu sprechen und daraus ergab sich eine kleine Besichtigung. Neugierig ging ich zu den Gärten.
Als wir näherkamen schaute ich mich um und suchte nach den Stauden. Vor mir lag nur noch Erde. Das Gartenstück war nur wenig grün.
Rückblick
Im August 2018 konnte ich einen Naturgarten übernehmen und dieser Garten hat mich über mehrere Jahre begleitet. Ich habe gepflanzt, geschnitten und gehofft. Stauden gesetzt, die Jahr für Jahr wiederkommen. Einheimische Wildsträucher bei der Gemeinde bestellt und eingepflanzt. Wöchentlich Blumen geschnitten für tolle Sträusse die Kirche an meinem damaligen Arbeitsort. Es war kein perfekter Garten, aber einer der stetig wuchs und Freude bereitete.
Rückblick
Im August 2018 konnte ich einen Naturgarten übernehmen und dieser Garten hat mich über mehrere Jahre begleitet. Ich habe gepflanzt, geschnitten und gehofft. Stauden gesetzt, die Jahr für Jahr wiederkommen. Einheimische Wildsträucher bei der Gemeinde bestellt und eingepflanzt. Wöchentlich Blumen geschnitten für tolle Sträusse die Kirche an meinem damaligen Arbeitsort. Es war kein perfekter Garten, aber einer der stetig wuchs und Freude bereitete.
Zudem fand ich den brieflichen Austausch mit meiner Gartenvorgängerin sehr schön. Immer mal wieder sandte ich ihr Fotos des Gartens und in ihren Antwort-Briefen freute sie sich mit mir über den blühenden Garten.
Als ich den Garten damals abgab, liess ich bewusst alles stehen. Es war noch nicht klar, wer den Garten übernehmen wird. Die Idee war, dass die Pflanzen weiter blühen dürfen und für eigene Projekte genutzt werden. Ich dachte, vielleicht schneidet jemand Sträusse, so wie ich es getan habe. Zudem habe ich den Plan hinterlassen, was wann und wo blüht aus dem Jahresprojekt.
Als ich den Garten damals abgab, liess ich bewusst alles stehen. Es war noch nicht klar, wer den Garten übernehmen wird. Die Idee war, dass die Pflanzen weiter blühen dürfen und für eigene Projekte genutzt werden. Ich dachte, vielleicht schneidet jemand Sträusse, so wie ich es getan habe. Zudem habe ich den Plan hinterlassen, was wann und wo blüht aus dem Jahresprojekt.
Alles weg
Gestern war nichts mehr da. Keine Stauden, keine einzige Blüte, keine Pfingstrosen (die wären halt jetzt traumhaft schön) einfach keine Spuren von dem, was einmal gewachsen ist. Nur noch Erde. Ich erfuhr, dass alles herausgerissen wurde, bis auf den Rosmarin. Warum ausgerechnet er stehen geblieben ist, weiss ich nicht. Auf jeden Fall sieht er etwas zerzaust und verdrückt aus. Ich hatte das Gefühl, als sei der Garten nicht einfach übernommen, sondern gelöscht worden.
Im ersten Moment hat mich das getroffen. Ich stand da und habe versucht, das einzuordnen. Es ist ja nur ein Garten, sagte ich mir mehrmals. Pflanzen kommen und gehen. Aber der Schrecken war gross und ich dachte an die Zeit und die Sorgfalt, die ich in den Naturgarten gesteckt habe.
Frieden schliessen
Mit etwas Abstand kamen mir heute Samstagmorgen auch Gedanken wie, vielleicht war es nie mein Garten. Es war nur eine Phase, die jetzt abgeschlossen ist. Der Boden gehört jemand anderem, und damit auch die Entscheidungen, was darauf wachsen darf und was nicht.
All die Stauden sind zwar weg, was mir aber bleibt sind meine Erinnerungen und Fotos von all den Blumensträussen. Zudem die Gewissheit, dass in meiner Zeit dort etwas gewachsen ist, das mehr war als nur Pflanzen.
Gestern Abend hatte ich es versäumt den Garten zu fotografieren und so habe ich dies heute Morgen nachgeholt. Den Rosmarin erkennst du hinten rechts und die anderen Pflanzen sind neu eingepflanzte Zucchini, Tomaten, Zwiebeln und Lavendel.

Schönen Abend

Schönen Abend
Inzwischen konnte ich mich von meinem ersten Schrecken erholen. Ich denke auch durch das Schreiben dieses Posts konnte ich meine Gedanken sortieren und das Ganze etwas verarbeiten. Als Erinnerung folgt eine Zusammenstellung der Pflanzen, die im Naturgarten wuchsen und ein paar schöne Erinnerungsbilder.
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, wirf gern noch einen Blick auf meinen letzten Post, wo die Pfingstrosen ihren grossen Auftritt hatten. Weiter geht es mit dem nächsten Post "Wiedersehen im Parkwald".
Ich wünsche dir einen frohen Samstagabend und
liebe Grüessli
Edith💚
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Freiflächenstauden
- Lampionblume, Physalis alkekengi
- Islandmohn "Gartenzwerg", Papaver nudicaule
- Islandmohn "Royal Wedding", Papaver orientale
- Hasenglöckchen, Hyacinthoides
- Vergissmeinnicht, Myosotis palustris
- Königskerze, Verbascum
Prachtstauden
- Rittersporn "Völkerfrieden", Delphinium
- Garten Margerite "Snow Lady", Leucanthemum
- Kamelie "Bonomiana"
- Sonnenhut gelb, Rudbeckia fulgida "Goldsturm"
- Pfingstrosen, Paeonia lactiflora, weiss
- Herbstastern, Aster novae-belgii
- Rosen "The Fairy"
- Echinacea purpurea „Cheyenne Spirit“
- Echinacea purpurea „Magnus“
Steingarten
- Skabiose "Butterfly blue", Scabiosa columbaria
- Pelzanemome "Rote Glocke", Pulsatilla vulgaris
- Bitterwurz, Lewisia cotyledon
- Enzian, Gentiana acaulis
- Glockenblume "Sarastro" und "Blue Clips", Campanula
Zwiebelpflanze
- Schmucklilie "Dr. Brouwer", Agapanthus
- Sternkugellauch, Allium christophii
- Glücksklee, Oxalis tetraphylla
- Narzissen, Narcissus cyclamineus "Tête à Tête"
- Traubenhyazinthen, Muscari
- Montbretien, Crocosmia



















Das ist ja traurig liebe Edith, ich kenne die Bilder des Nutzgartens ja noch aus Deinem Blog vor Jahren. Es hat herrlich dort geblüht.
AntwortenLöschenAber wie Du schon sagst, es war nie Dein Garten, und der neue Besitzer hat sich was dabei gedacht. Vielleicht wird es jetzt ein reiner Gemüsegarten. Abwarten.
Sei nicht ganz so traurig, alles hat seine Zeit.
Ganz lieben Gruß
Nicole
Liebe Nicole, Danke dir fürs Mitfühlen. Der Garten war für mich etwas Besonderes und ich behalte viele schöne Erinnerungen daran. LG Edith
LöschenManchmal ist so eine Rückkehr traurig, manchmal eher nicht wie bei mir an Pfingsten. Mein Bruder gibt das große Terrain rund ums Elternhaus der Natur zurück und er ist selig, welche Pflanzenvielfalt zurückkommt. So ein Gemüsegarten ist manchmal arg dröge. Deine vielen Fotos von früher zeigen, wie viel Liebe du in diesen Garten gesteckt hast.
AntwortenLöschenSonntagsgrüße!
Astrid
Liebe Astrid, so schön, dass dein Bruder ein Teil des Grundstücks an die Natur zurück gibt. Da werden sich Tiere darüber freuen. LG Edith
LöschenServus Edith, ich weiß wie sich das anfühlt. Vor vielen Jahren musste ich meinen Pachtgarten wegen Krankheit aufgeben. Nach zwei Jahren bin ich dann wieder daran vorbei gekommen und sogar die große alte Eibe war gefällt. Das hat mich damals auch sehr mitgenommen und ich war seither nicht mehr dort.
AntwortenLöschenDie Erinnerungen von "meiner" Zeit im Paradies mit den kleinen Enkelkindern und unserer Schildkröte habe ich aber noch immer im Kopf. Das kann mir niemand löschen.
LG aus Wien
Liebe Traude, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ja, es ist eine grosse Veränderung und ich weiss noch nicht, ob ich nochmals vorbeigehe. LG Edith
LöschenLiebe Eda,
AntwortenLöschenich kann mich noch so gut an Deinen schönen Garten aus früheren Jahren erinnern. Er war mir immer ein Vorbild, wie ein schöner Garten aussehen soll. Schade, dass Du ihn nicht weiter behalten konntest und ich hoffe, Du hast Dir daheim ein Stück Natur anlegen können.
Liebe Grüße
Burgi
Liebe Burgi, zum Glück habe ich zu Hause noch den Staudengarten und den Genussbalkon, da sind jetzt die Johannisbeeren essreif. LG Edith
LöschenLiebe Eda,
AntwortenLöschenich kann Deine Traurigkeit sehr gut verstehen, hast Du doch so viel Herzblut in diesen Garten gesteckt.
Und nun wird es wohl nur noch einen Gemüsegarten geben ...
Herzliche Freitagsgrüße
aus dem Taunus
von Anke
Liebe Anke, herzlichen Dank für deine Worte. Es ist anders jetzt und sieht nach reinem Gemüsegarten aus, schon der Beetform wegen. LG Edith
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