Samstag, 11. März 2017

🌼 Rückblick: Gartenjahre 2014, 2015 und 2016

Mein blaues Gartennotizbuch fand ich wieder und ich erzähle dir heute etwas über meine Gartenjahre 2014, 2015 und 2016. Kommst du mit auf diesen Rückblick?

Flamingo in Südfrankreich

2014 Gemüsegarten

Umstechen der Wiese
Mitte April stach ich mit Hilfe von meiner Familie und Nachbarn eine kleine Wiesen­fläche um, um darauf Gemüsebeete anzulegen. Die Beete wurden mit einem 80 cm hohen Staketenzaun umgeben, damit Hunde nicht eindringen konnten. Der Staketen­zaun bekam ein praktisches Tor.

Einlesen und Beobachten
Anfangs Mai fing ich mit dem Gärtnern an und ich las mich anhand von Broschüren in die Mischkultur und Fruchtfolge ein. Für weitere Informationen hielt ich mich an meine Beobachtungen und meine Folgerungen daraus.

Mischkultur
Bei der Mischkultur werden bestimmte Gemüsepflanzen, die sich gegenseitig im Wachstum fördern, oder vor Schädlingen und Krankheiten beschützen, neben­einander gepflanzt. Das heisst, dass auf dem gleichen Beet verschiedene Gemüse­arten kultiviert werden. Die unterschiedlichen Gemüse auf einem Beet sollen sich oberirdisch (Blätter, Früchte) als auch unterirdisch (Wurzeln, Nährstoffe) ergänzen.

Fruchtfolge
Bei der Fruchtfolge achtete ich darauf, dass nicht zwei Jahre hintereinander auf dem gleichen Beet ein Gemüse derselben Pflanzenfamilie angebaut wurde. Dies aus dem Grund, damit der Boden nicht zu sehr ausgelaugt wurde und das Auftreten von Krankheitsbildern so gering wie möglich gehalten wurde.

Beet 1
  • Der Sellerie entfaltete sich gut, leider bekam er später viele weisse Fliegen.
  • Das Naschen der Erdbeeren Wädenswil 6 bereitete viel Freude und ich entschied mich, in Zukunft die Erdbeeren auf dem Genussbalkon anzu­pflanzen. Deshalb setzte ich nach der Ernte die Ableger in die zwei vorderen Balkonkisten ein.

Beet 2
  • Die Kartoffeln vermehrten sich und ergaben eine sehr gute Ernte.
  • Die Cherry Tomaten setzten viele Früchte an, litten später jedoch unter der Braunfäule.
  • Der Pflücksalat wurde nur vom Sommer-Feriengast „Schildi“ gefressen.

Beet 3
  • Die Erbsen waren der grosse Hit. Sie entwickelten sich prächtig und waren bei der Familie äusserst beliebt.
  • Die Buschbohnen und das Bohnenkraut gediehen recht gut und wir konnten sie während einiger Mahlzeiten geniessen.
  • Der Liebstöckel schoss extrem hoch und wurde dick und riesig, weshalb ich ihn entfernte.
  • Den Löwenzahn säten wir aus Samen aus. Er wuchs sehr gut und war ebenfalls für „Schildi“. Die Samen einiger Blüten blies ich im Herbst in die 3. Balkonkiste aus, damit wir das Futter für unseren Feriengast „Schildi“ in den nächsten Jahren gleich vor Ort haben.

Beet 4
  • Die Randen trieben gut aus, waren aber nicht so beliebt. Nach vielen Mittagessen mit Randensalat, Randenchips oder gedämpften Randen waren sie selbst mir etwas verleidet.
  • Die Kohlraben gediehen sehr gut und wir genossen sie gekocht oder roh mit Dipsauce. Viele konnten wir auch an liebe Nachbarn verschenken.
  • Die Radiesli florierten gut, aber sie litten unter relativ viel Schneckenfrass.

Ausblick ins 2015
  • Die Erde geriet beim Jäten, Giessen und Ernten von den Beeten auf den Weg. Wie kann ich das lösen?
  • Das Wasser in der Giesskanne zum Gemüsegarten zu tragen war anstrengend. Was gibt es hier für Lösungen?
  • Tomaten und Kartoffeln nicht im gleichen Beet anpflanzen, wegen der Braunfäule.
  • Erbsen und Bohnen nicht zusammen auf einem Beet anbauen.
  • ≠ Sellerie, wegen weisser Fliege.
  • ≠ Randen, da nicht so beliebt.

Flamingo in Südfrankreich

2014 Genussbalkon

Wegen Wassereinbruch musste unser Balkonboden im September 2014 total saniert werden. Er wurde abgeräumt und sah seitdem sehr trostlos aus.

Ausblick ins 2015
Was kann ich in den drei grossen Kisten auf dem Genussbalkon verbessern?

Flamingo in Südfrankreich

2015 Gemüsegarten


Frühlingseinkauf
Um zu vermeiden, dass die Erde aus den Beeten auf den Weg gerät, kaufte ich drei Rollen mit je 9 m Rasenkante grün, 20 cm hoch. Diese waren einfach einzusetzen und trennten nun die Beete vom Weg ab. Für den Weg zwischen den Beeten kaufte ich 3 x 60 Liter Rindenmulch.

Komposterde
In der gemeindeeigenen Kompostieranlage holte ich zwölf grosse Kessel Komposterde und verteilte sie im Gemüsegarten sowie in den Balkonkisten. Die Kessel füllte ich jeweils nur halbvoll, damit ich sie noch gut vom Auto auf den Balkon oder in den Gemüsegarten tragen konnte, ein Kessel links und einer rechts, so trug ich sie ausgeglichen.

Balkonaussaat
Beim Kauf der Samen achtete ich darauf, dass ich keine F1 Samen erwischte. Dieses F1-Saatgut ist zwar meistens resistenter, aber man kann die Samen im nächsten Jahr nicht wiederverwenden.
Anfangs März startete ich mit der Aussaat in kleinen Töpfen auf dem Balkon. Es waren Cherry-Tomaten, Knoblauch, Petersilie und Zitronenmelisse.
Mitte März kamen dann Kohlraben, Erbsen und Sonnenblumen dazu.
Ende April konnte ich die Erbsen, Kohlraben, Petersilie und die Sonnenblumen in den Gemüsegarten umpflanzen. Die restlichen dann nach den Eisheiligen (Mitte Mai).

Beet 1
  • Die Cherry Tomaten waren ein Erfolg und ich hatte so reichlich, dass ich viele davon halbierte und dörrte. Der Sommer 2015 war ein super Sommer, weshalb die Tomaten draussen sehr gut gediehen.
  • Beim Basilikum erzielte ich eine sehr gute Ernte und ich dörrte viel.
  • Der  Knoblauch kam ganz gut.
  • Wie schon letztes Jahr ass beim Pflücksalat wieder hauptsächlich unser Feriengast „Schildi“ davon.

Beet 2
  • Die Erbsen erfreuten sich grosser Beliebtheit. Ich pflanzte sie in Kreise mit je zwölf Erbsen ein und liess diese dann an Stäben hoch wachsen. Die Stäbe kamen oben in der Mitte zusammen, wie so ein kleines Tipizelt. Die Erbsen waren traumhaft lecker, aber sie benötigten viel Platz im Gemüsegarten und die Erbsenschoten mussten einzeln geöffnet werden. Diese gemütliche Arbeit erledigte ich gerne auf dem Balkon im Schatten sitzend. Aus 100 g geernteten ganzen Schoten ergaben sich: 35 g essbare Erbsli und 65 g Abfallschoten.
  • Die Karotten strotzten vor Gesundheit, aber das Ernten war äusserst schwierig. Mal brach das Möhrenkraut ab, oder die Hälfte der Karotte verblieb in der Erde.
  • Die Sommerzwiebeln wurden von allen sehr geschätzt.
  • Der Schnittlauch wuchs und wuchs und wuchs, sehr problemlos.

Beet 3
  • Die Kohlrabi waren roh mit Dipsauce, gekocht oder als Gratin sehr lecker.
  • Die Sonnenblumen pflanzte ich nur an, um etwas zu haben, an dem die Stangenbohnen empor wachsen konnten. Rund um jede Sonnenblume säte ich acht Bohnen aus. Kannst du dir vorstellen, wie wunderschön dies aussah?
  • Die Kartoffeln wuchsen problemlos und ergaben eine gute Ernte.

Beet 4
  • Wir hatten so viel glatte Petersilie, dass ich für den ganzen Winter dörren konnte.
  • Ebenfalls dörrte ich viel Zitronenmelisse für den Winter.
  • Die Buschbohnen harmonierten sehr gut mit dem Bohnenkraut. Beides dörrte ich in grossen Mengen.

Dörrapparat
Damit ich die zahlreichen Bohnen und Kräuter dörren konnte, kaufte ich einen Dörrapparat. Ich dörrte auch viele Apfel- und Birnenschnitze. Der Dörrapparat lief nächtelang durch, jedoch war der Strombezug auf der Stromrechnung nicht ins Gewicht gefallen!

Gründüngung
Damit die abgeernteten Beete nicht brach lagen und der Erosion ausgesetzt waren, säte ich ab Juli jeweils Gründüngung aus. Diese Gründüngung arbeitete ich später in die obere Bodenschicht ein. Mir fiel auf, dass Katzen die so bepflanzten Beete eher mieden. Leider hatte ich immer noch viel Katzendreck, den ich entfernen und entsorgen musste.
Als Gründüngung nahm ich die UFA-Mischung 1 oder Phacelia. Die Phacelia blühte wunderbar blau-violett und lockte viele Bienen an, das war sehr schön anzusehen!

Ausblick ins 2016
  • ≠ Tomaten: Obwohl 2015 ein super Sommer war, bekamen die Cherry-Tomaten ab Mitte August die Braunfäule.
  • Neu: Auf Wunsch der Familie sollte ich nächstes Jahr Auberginen und Gurken anpflanzen.

Flamingo in Südfrankreich

2015 Genussbalkon

Balkonkisten
Wir haben drei grosse rechteckige Balkonkisten aus Eternit. Damit etwas Farbe auf den Balkon kam, strich ich diese gelb an. Die Kisten sind 140 cm lang, 45 cm breit und 45 cm hoch. Im Oktober entsorgte ich den gesamten Inhalt dieser drei Balkonkisten und schichtete sie neu ein.

In den beiden Kisten vorne pflanzte ich die Erdbeeren Wädenswil 6 an. Diese Erdbeeren waren Stecklinge vom Gemüsegarten. In der seitlichen Kiste wuchs Löwenzahn für den Feriengast „Schildi“.

Frühlingseinkauf
Ich entschied mich für zwei verschiedene Himbeersträucher: 1 x Sommer­himbeere und 1 x Herbsthimbeere. Diese beiden Sträucher pflanzte ich in je einen Topf ein.

Flamingo in Südfrankreich

2016 Gemüsegarten

Gartenwege
Auf den Wegen, vor allem dem mittleren Weg wuchs immer wieder sehr viel Unkraut. Aus diesem Grund kaufte ich für den Eingangsweg, den mittleren Weg und die Wege neben meinen Beeten eine Mulchfolie. Darauf verteilte ich die kleinen Steine sowie 4 x 60 Liter Rindenmulch. Somit hatte ich dieses Jahr gute und schöne Wege und praktisch kein Unkraut.

Balkonaussaat
Mitte März säte ich in Töpfe auf dem Balkon Sonnenblumen, Kohlraben, Erbsen, Pflücksalat und Petersilie an. Gegen Ende April verpflanzte ich diese Setzlinge in den Gemüsegarten.

Mitte April säte ich zusätzlich Gurken, Basilikum und Aubergine aus. Diese versetzte ich erst nach den Eisheiligen in den Gemüsegarten.

Namensschilder
Wenn aus diesen Samen erste kleine Pflänzchen wachsen sehen einige teilweise recht ähnlich aus. In einem nächsten Jahr werde ich mir die Mühe machen und die vielen Töpfe anschreiben, damit ich sicher weiss, was wo wächst.

Vielleicht, aber nur vielleicht, werde ich nächstes Jahr auch die Marmeladengläser anschrei­ben. Dies wäre sehr zur Freude meines lieben Ehemannes. Der Farbunterschied zwischen der von ihm heiss geliebten Kirschen-Marmelade ist nämlich nicht gross zur Brombeer­-Marmelade, die er weniger mag! Meistens hilft auch ein hin und her wenden nicht, um zu erkennen, um was es sich handelt.

Ernte
Bereits im Juni erntete ich Kohlrabi, Erbsen und Schnittlauch.

Beet 1
  • Immer etwa acht Stangenbohnen rankten sehr schön an einer Sonnenblume empor und waren sehr ergiebig. Das sah einfach prächtig aus!
  • Die Zitronenmelisse platzierte ich vom anderen Beet um. Sie wuchs sehr gut und ich dörrte ein grosses Einmachglas voll. 
  • Ich hatte drei Ringe mit je zwölf Erbsen. Wiederum an kleinen Stangen, die oben zusammengenommen wurden. Wir genossen sehr, sehr feine Erbsen.

Beet 2
  • Die Kohlrabi waren ein Erfolg, wie schon im vorherigen Jahr und sehr beliebt.
  • Die Buschbohnen schätzten die Nachbarschaft mit dem Bohnenkraut sehr und ab August gab es alle paar Tage Bohnen; mal mit einer Speckscheibe rundum, ein anderes Mal als Salat oder gewöhnlich gedämpft.

Beet 3
  • Auf meinen Geburtstag (am 22. Februar) schenkten mir meine aufmerksamen Eltern ein Garten­gerät zum Ernten von Karotten. So ging das Ernten der Karotten nun sehr fix und sie waren himmlisch.
  • Die Sommerzwiebeln entwickelten sich prächtig und waren fein.
  • Mein Schnittlauch ist mehrjährig und wurde von einem anderen Beet umgepflanzt, was ihm aber nichts ausmachte.
  • Zu meiner Überraschung schaute auf diesem Beet noch an einigen Orten Kartoffelgrün heraus. Sicher Knollen, die ich im Jahr zuvor beim Ausgraben nicht gefunden hatte!

Beet 4
  • Die Auberginen verkümmerten und wuchsen leider kaum, also eher gar nicht.
  • Die Gurken waren eine wahre Freude!
  • Die glatte Petersilie wuchs und wuchs und ich dörrte sehr viel.
  • Ich konnte sehr viel Basilikum dörren und Ende Januar 2017 war das Glas trotzdem schon leer.
  • Die Kartoffeln liess ich drei Wochen vor dem Einsetzen vorkeimen. Es gab eine sehr gute Ernte und sie waren bei allen Familienmitgliedern beliebt.
  • Der Pflücksalat war ein Festessen für „Schildi“ und die Schnecken, das weisst du ja schon.

Ausblick 2017
  • ≠ Pflücksalat: Er wird nur vom Feriengast „Schildi“ und von den Schnecken gefressen.
  • ≠ Auberginen: Sie wuchsen gar nicht.
  • ≠ Erbsen: Der grosse Pluspunkt war, dass sie bei der Familie sehr beliebt waren. Leider benötigten sie zum Anpflanzen viel Platz und die Ernte war nach dem Schälen sehr gering.
  • + Kartoffeln: Alle liebten sie, sie waren einfach viel feiner, als die gekauften Exemplare.
  • + Karotten: Alle mochten sie und das Ernten ging dank dem neuen Werkzeug auch problemlos.
Flamingo in Südfrankreich

2016 Genussbalkon

Der Balkon war immer noch eher karg und ich wünschte mir mehr grün. Am Schönsten wäre etwas, von dem wir Naschen könnten und zusätzlich mehr natürlichen Schatten hätten.

Einkauf
Anfangs März war ich in der Gärtnerei. Die Auswahl war unheim­lich gross und im Schaugarten verweilte ich mich richtig lange. Später wurde ich fündig und kaufte zwei Sträucher Gartenheidelbeeren. Für die Reben war Bedingung, dass sie kernlos waren. Also entschied ich mich für 2 x blau-rote Trauben „Sweety“ und 2 x die weisse Traube „Himrod“. Für diese sechs neuen Sträucher kaufte ich sechs Tontöpfe (die gleichen wie im Vorjahr), Blähton und Vlies, um die Reben und Heidelbeeren einpflanzen zu können.

Neu habe ich von einer Freundin ein Rosmarinbäumchen erhalten. Genau, das fehlte mir noch! Es ist wunderbar und duftet so fein. Ich trocknete unheimlich viele Nadeln und werde diese den Winter über in der Küche verwenden.

Flamingo in Südfrankreich


Jetzt erzählte ich dir viel über meine früheren Gartenjahre im Gemüsegarten und auf dem Genussbalkon. Danke, dass du mich begleitetest.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Samstag.

Herzlich
Eda💚