Montag, 19. Februar 2018

🏹 Trailer - Ruine Gesslerburg - Mühle

Letzten Monat erstellte ich einen Trailer über die Hohle Gasse und die Tellskapelle. Heute geht die Geschichtsreise weiter und ich zeige dir im Kurzfilm die frühmittelalterliche Gesslerburg in Küssnacht am Rigi. Kommst du wieder mit?

Hier der Link zum Trailer!
(Dieser Link führt dich zu meinem YouTube Kanal Edgarten)




Gesslerburg 
Die Burg zu Küssnacht wird im Volksmund Gesslerburg genannt, weil nach der Überzeugung des Geschichtsschreibers Ägidius Tschudi, der Landvogt Gessler seinen Sitz auf dieser Burg hatte. Die Ruine liegt am Dorfrand oberhalb Küssnacht am Fuss der Rigi.

Über die Entstehung (2. Hälfte des 9. Jh.) ist sehr wenig bekannt.
  • Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1263.
  • In der Mitte des 14. Jh. fing die Burg Feuer und wurde zerstört. Später wurde sie wieder aufgebaut.
  • Im 15. Jh. war sie Wohnsitz der Edlen von Silenen (Kanton Uri). Die letzten der von Silenen weilten in Rom (bei der päpstlichen Schweizergarde) und liessen ihre Burg in der Heimat zur Ruine zerfallen.
  • Die Ruine diente beim Bau der Pfarrkirche als Steinbruch und so mancher deckte seinen Bedarf an Steinen auf der Ruine.
  • 1908 kaufte die Schweizerischen Eidgenossenschaft den Burghügel. Dieser Kauf verhinderte die fortlaufende Zerstörung der geschichtsträchtigen Burgruine. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch an zwei Stellen Mauerwände zu erkennen.
  • Ab 1910 liess die Eidgenossenschaft Ausgrabungen und Konservierungsarbeiten ausführen.
  • Ab 1990/91 erfolgte eine Restaurierung.




Ruine
Es lohnt sich wirklich, bis zur Ruine hinaufzusteigen, denn es erwartet dich ein wunderschöner Ausblick über Küssnacht, den Vierwaldstättersee und die Berge. In der Ruine gibt es verschiedene Grillstellen, die zum gemütlichen Bräteln einladen.
 



Mühle
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach... Am Fusse der Gesslerburg, direkt am Dorfbach befindet sich ein Schopf, genannt Knochenstampfe. 1877 wurde sie in der heutigen Form hergestellt. Eingebaut wurden damals eine Fleischbeinstampfe, eine Werchreibe und eine Bandsäge. Der Antrieb erfolgte über das Wasserrad.

Das Knochenmehl war ein begehrtes Düngemittel, weil dieses Mehl aus getrockneten, fein zermahlenen und gestampften Knochen die Pflanzennährstoffe sehr konzentriert enthielt.

Übrigens, vor hundert Jahren klapperten an diesem Küssnachter Dorfbach vier Mühlen!




Danke
Schön, dass du mich auf dieser Spurensuche begleitet hast. Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende.




Tschüss
Möchtest du noch mehr von unserem Bezirk sehen? Touristen besuchen oft die Hohle Gasse.

Liebe Grüsse
Eda💚

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