Île de Béaute - Korsika (Galeria)

Mit meiner Familie verbrachte ich zwei erholsame Sommerferien-Wochen in Galeria auf Korsika. Galeria liegt im Nordwesten der Insel im Arrondissement Calvi. Galeria hat ca. 350 Einwohner auf einer Fläche von 135 km2.

Galeria

Die Kirche Sainte-Marie, erbaut im Jahr 2009 im Dorf Galeria. In dieser Kirche fanden schöne Konzerte statt. Neben der Kirche stand das Schulhaus mit einem grossen Aussenplatz, wo sich abends die einheimischen Erwachsenen und Jugendlichen trafen und unter den schattenspenden Platanen Boule spielten.

Der Turm von Galeria, ist ein Genueser-Bauwerk und wurde zwischen 1551 und 1573 erbaut. Hier siehst du noch die Resten des Genuesenturms in Galeria.


Fango-Fluss und Felsenspringen

Das breite Flussdelta wurde aufgrund seiner reichen Flora und Fauna von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Hier konnten wir mit dem Kanu die vier Flussarme auskundschaften. Wir beobachteten viele Wasserschildkröten (die sich sonnten), Libellen und Wasservögel zwischen den Seerosen.

An einem anderen Tag liefen wir durch das Fango Tal. Meistens wanderten wir aber im Fluss. Teilweise war das Wasser sehr niedrig, so dass man einfach durchwaten konnte. Manchmal gab es tiefe Becken, die wir durchschwommen. Oder das Wasser reichte bis zum Hals und wir mussten die Rucksäcke mit den Händen über dem Kopf tragen, damit sie trocken blieben.

Das Fangotal mit dem glasklaren, warmen Fluss und den vielen Badegunten, die zum Felsenspringen einluden, war ein Highlight unserer Ferien. Zwei Tage später durfte man wegen Waldbrandgefahr nicht mehr in dieses Fangotal.


Tempête und Wellenspringen

Nördlich von Galeria gab es einen Kiesstrand, wo das Süsswasser des Fangoflusses ins Meer floss. An einem Tag zog ein Sturm auf und das Meer war sehr unruhig, Man durfte nicht mehr baden, aber am Strand Wellenspringen war erlaubt.

Wir freuten uns über jede Welle und genossen den Wind. Unbeschreiblich auch das Geräusch, das die Wellen machten. Wenn sich das Wasser zurückzog, war ein starker Sog zu spüren. Nach diesem Sturm liefen während einiger Tage keine Mietboote mehr aus, da sich das Meer zuerst beruhigen musste.

Macchia und Banditen

Typisch für Korsika ist der Vegetationstyp Macchia, ein immergrüner, undurchdringlicher Buschwald. Er bedeckt rund die Hälfte der Insel. Nur einmal versuchten wir eine kurze, vielleicht 10 - 12 Meter Abkürzung durch die Macchia zu nehmen. Dies entpuppte sich als sehr mühsam und zurück in der Wohnung mussten wir die vielen Kratzer salben. Wir wussten nun, wieso sich die Banditen in der Macchia versteckten. Typische Macchia-Pflanzen sind Lavendel, Ginster, Zistrose, Myrte, Baumheide und der Erdbeerbaum.

Wald und Waldbrand

Korsika war früher mit Wäldern bedeckt. Durch Abholzung wurde die Humusschicht stark abgetragen.

Wie oft im Sommer, gab es auch während unserer Ferien Waldbrände, die auf Brandstiftung oder Fahrlässigkeit zurückzuführen waren. Glücklicherweise verbrachten wir unsere Ferientage im Nordwesten, die Waldbrände waren im Nordosten der Insel. Durch die Trockenheit und den Wind, breiten sich Waldbrände schnell aus. Die Löschflugzeuge werfen Meerwasser ab, welches den Boden versalzt, was ein Wiederaufkommen der Vegetation erschwert.

Die Feuerwehr sahen wir praktisch täglich im Dorf und auf den Strassen. Kurz nach unserem Ausflug ins nahe Fangotal, wo wir in Gunten des Fangoflusses baden und Felsenspringen konnten, sperrte die Feuerwehr dieses Tal wegen Waldbrandgefahr.

Flora und Kulinarik

Typische Mittelmeerpflanzen sind Zypressen, Ölbaum, Oleander, Platanen, Mimosen und Dattelpalmen. Wichtige Kulturpflanzen sind unter anderem Zitrus- und Feigenbäume, Weinreben, Mandel- und Pfirsichbäume.

Mir gefiel es sehr, dass wir im Dorfladen täglich Früchte aus Galeria, z. B. Melonen, Pfirsiche, Feigen und Gurken kaufen konnten.

In Korsika wachsen Kastanienbäume und viele Produkte werden daraus hergestellt. Wir verspiesen Kastanienkuchen, Kastaniendigestif, Kastanienkonfitüre sowie auch Kastanienbier und Kastanienhonig. Alles war sehr fein.

Zum Mittagessen genossen wir oft einen feinen Vorspeisen-Teller mit:
  • Lonzu (geräuchertes Schweinefilet)
  • Coppa (Schweinefleisch vom Hals)
  • Salsiccia (eine Art Salami)
  • Prizuttu (Rohschinken)
  • Terrine
  • verschiedenen Käsesorten.

Dazu verspeisten wir das in Frankreich typische Weissbrot, in Form von Baguette, pain carré, Marguerite (wegen seiner Blumenform) oder auch mal ein Maisbrot.

Auch sehr fein fand ich die Omelette mit Kräutern (aus der Macchia), Brocciu (Molkenkäse von Schaf oder Ziege) und Pfefferminze.

Falls du gerne einen kurzen Film (Trailer 55 Sekunden) sehen möchtest, dann geht es hier zu meinem Youtube Kanal und zum Trailer.

Liebe Feriengrüsse
Eda💚













Strand in Galeria

Strand in Galeria







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